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23.

Februar

2018

PGP/GnuPG ist tot

Seit 1998 hatte ich ein Schlüsselpaar. Habe es gehegt und gepflegt. Habe E-Mailadressen hinzugefügt und alte zurückgezogen da sie nicht mehr existent waren.

Das Schlüsselpaar hat mich von der Zeit mit 14.4er Modem und einem Zugang über einen kommunalen Anbieter (kostenfreier Service der Stadt, angefallen sind lediglich die Telefongebühren) über CBC-Anbieter mit 54k-Modem hin zu DSL und schließlich Internet über das TV-Kabel.

20 Jahre sind vergangen, letzten Monat habe ich die Gültigkeit des Schlüsselpaars auslaufen lassen.

Warum? Weil aus meiner Sicht PGP/GnuPG tot ist. Zumindest in dem Bereich, in dem sich die meisten Nutzer tummeln. Der Bereich der privaten Nachrichtenübermittlung ist schon lange nicht mehr per E-Mail gelöst.

Schon seit mehreren Jahren konnte ich einen permanenten Rückgang beobachten. Zuerst waren es die Instantmessenger, welche einen Teil der bisher per E-Mail geführten Gespräche/Kontakte übernommen haben.

Nach den Instantmessengern kamen die Chat-Oberflächen von Social Media Anbietern. WhatsApp und Co. tat sein Übriges dazu.

Ja, in computertechnikaffinen Kreisen gibt es sicherlich noch jemanden, welcher pro Tag seine 25 verschlüsselte Mails bekommt, liest und verschlüsselt antwortet. Ich habe in den vergangenen zwei Jahren sicherlich nicht mehr als fünf verschlüsselte Mails erhalten. Signierte Mails waren es vielleicht 20 (immer vom gleichen Absender ).

Selbst in meinem Beruf begegnet mir trotz intensiver Nutzung von E-Mail als Kommunikationsweg keine Verschlüsselung.

Warum? Meine Erklärung: Es ist den einen zu kompliziert, andere verstehen nicht worum es geht und der größte Teil ist wohl gerade damit beschäftigt Selfies von sich oder Stillleben von ihrem Essen ins Netz hochzuladen für »Klicks, Likes, Fame, Geil«.

Der Mensch ist bequem. Eigentlich ist er schlicht und ergreifend faul - und das wurde auch antrainiert. Alles was aktuell nicht mit einem Mausklick oder Wischen mit dem Finger erledigt ist, ist wohl für die meisten Normalnutzer schon zu aufwändig, zu schwer.

Erst recht dann, wenn er keinen Vorteil in einer umständlichen Handhabe sehen kann. Die wenigsten Nutzer haben bislang schlechte Erfahrungen mit unverschlüsselten Mails gemacht. Warum sollten sie also ihre Mails verschlüsseln wollen?

Wir leben sowieso gerade in komischen Zeiten. Es herrscht – wie immer wieder mal in den letzten 20 Jahren – eine irrationale Angst vor Cookies. Trotzdem stellt man sich dauerlauschende, stets mit dem Internet verbundene Geräte ins Haus (Google ... oder Amazon Echo) und lässt Bewegungsprofile von sich via WLAN und GPS dank Smartphone zu.

Warum? Weil der Lauschangriff und die Begungsprofile bislang nichts Negatives zur Folge hatten... Daher muss man da nicht vorsichtig sein.

Wie dann die irrationale Angst vor Cookies zu erklären ist? Keine Ahnung. Eine Vermutung: Vielleicht wegen einem schlechten Gewissen was man so im Internet macht? Dies macht man ja nicht mit Amazons Echo. Daher ist der nicht gefährlich, so ein Cookie aber schon.

Zurück zu PGP/GnuPG: Meine Bemühungen es im Freundes- und Bekanntenkreis zu etablieren hat nur bei den Personen geklappt, welche sich sowieso für das Thema interessiert haben. Der Rest hatte wenig bis kein Interesse und hat in zwei Fällen sogar relativ zügig versehentlich sein Schlüsselpaar verbummelt. Sicherungskopie? Fehlanzeige.

Daher lasse ich jetzt auch meine anderen noch aktiven Schlüsselpaare nach und nach auslaufen.

X_FISH

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