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11.

Juni

2002

Goodbye Voodoo 5

Gestern ist sie gekommen: Meine neue (gebrauchte) Grafikkarte für meinen Arbeitsrechner. Die gute Voodoo 5 5500 wird nun von einer Matrox 4500 DH ersetzt. Außer vielleicht Solitare oder Freecell habe ich ja schon länger nichts mehr auf meinem Arbeitsrechner gespielt – auch wenn er sich als Duron mit 1000 MHz und Voodoo 5 dafür wahrlich gut geeignet hätte.

Für Q3A und UT hatte ich mir die Voodoo 5 gekauft gehabt, sie mußte aber auch noch Half-Life bzw. CS über sich ergehen lassen. Tribes2 hat ihr überhaupt nicht gefallen (zumindest in Verbindung mit meinem 750er Duron), dafür lief die Grafik von Diablo2 gut und gerne über die kleinen Äderchen ins Monitorkabel hinein.

Als ich die ordentlich verstaute Retail-Verpackung der Voodoo 5 aus meinem »Schachtelarchiv« gezogen habe, durfte ich auf der Rückseite rechts oben einen Screenshot von Halo auf ihr entdecken:

Mann, da war man noch naiv: Es wurde in den Spielezeitschriften über Max Payne als Grafikkartenherausforderung berichtet, die Voodoo 5 5500 wurde als bahnbrechende Neuerung mit ungeahnter Power gehandet – und Microsoft hat den Einstieg in den Konsolenmarkt dementiert. Auch der damals schon bekannte Name »X-Box« wurde dementiert...

Nunja. Nun ist's 2002, 3dfx ist nicht mehr, nVidia-bestückte Grafikkarten beherrschen die heimischen PCs und der »heiße Herbst« mit neuen Kartengenerationen von nVidia, ATi und Matrox läßt mich ziemlich kalt – alles natürlich aus der Sicht eines Daddlers betrachtet. Bis man diese Karten für eine annehmbare Summe kaufen kann, ist's Januar oder Februar 2003. Zumindest bin ich mir da ziemlich sicher.

Zum Spielen kam in den letzten Monaten ausschließlich mein LAN-PC zum Einsatz. Die GeForce 2 GTS erwies sich sowohl unter Linux als auch unter W2K perfekt für meine Ansprüche – obwohl ich ja nie mehr eine Grafikkarte mit nVidia-Chip in meinem Rechner haben wollte (nach dem »TNT2 vs. Aladdin V«-Desaster und der »GeForce 1 vs. VIA«-Problematik), mußte ich mich halt der Sachlage beugen, dass man mit einer nVidia-bestücken Grafikkarte zwar auch Probleme bekommt – aber eben mehr Leistung für's Geld und oftmals auch noch weniger Probleme als mit anderen Grafikchips.

Wenn ich an meinen »Griff ins Klo« mit der Kyro2 zurückdenke... Ist zwar schon eine feine Grafikkarte und auch die Spiele liefen vorzüglich unter Windows, allerdings war ich es leid, den Treiberversprechungen für Linux weiter und weiter blauäugig zu vertrauen. Wenn ich mal nachdenke und die letzten gekauften Grafikkarten aufzähle:

  • S3 Virge (für den Server *g*)
  • GeForce 2 GTS
  • Kyro 2
  • Voodoo 5 5500
  • GeForce 256
  • Voodoo 3 3000
  • TNT 2 M64
  • Voodoo 2
  • ATi '98
  • Matrox Mystique

Bei den vorletzten drei bin ich mir bei der Reihenfolge nicht ganz sicher. Zumal die ATi irgendwann mal so ein halbes Jahr im Schank herumlag und die TNT2 ja nicht anständig auf dem Aladdin V-bestückten Board lief. Aber an meinen vier Tage Versuch mit der GeForce 256 kann ich mich noch gut erinnern: Noch schlimmer als das Aladdin V-Problem (instabil wie die Sau) – und anschließend mit Gewinn bei 'ner Onlineauktion verkauft. Beim raussuchen des Voodoo 5 Kartons ist mir doch prompt wieder das Handbuch dieser GeForce 256 in die Hände gefallen – das hatte ich wohl vergessen mitzuschicken...

Die Mystiqe verrichtet noch immer ihren Dienst treu im Cyrix 166+, die übrigen Karten sind schon längst in alle möglichen Richtungen zerstreut worden. Meine Voodoo 3 3000 lief noch ein, zwei Jahre bei einem früheren Klassenkamerad im Rechner und die ATi steckt im Rechner der Verwandschaft. Die übrigen Karten sind dank Onlineauktionen in der Republik verteilt worden und verrichten evtl. noch heute ihren Dienst – sofern sie nicht zu Tode übertaktet worden sind...

Die Liste kann jetzt dann um zwei Karten erweitert werden:

  • GeForce 4 4200
  • Matrox 450 DH

Die Matrox für den Arbeitsrechner und die GeForce 4 für den LAN-PC. Da auf dem Arbeitsrechner kein Spiel was zu suchen hat reicht die Matrox dicke – auf der Festplatte ist so oder so kein Platz mehr für irgendwelche Games. So, nun befinde ich mich inhaltlich wieder am Anfang dieses Gedankes und schaue mir nochmal die Voodoo in ihrem Pappkarton- und Kunststoffgefängnis an.

Sobald das Geld auf dem Konto gutgeschrieben worden ist, geht sie auf die Reise. Hoffentlich kommt sie in gute Hände und wird nicht brutalst von ihren originalen Lüftern befreit um sich irgendwelchen Übertaktungsversuchen hinzugeben... 65 Euro habe ich noch für sie bekommen. Gekauft hatte ich sie am 17.7.2000 für 619,00 DM – mit der Hoffnung, Halo auf meinem Rechner mit dieser Grafikkarte spielen zu können...

Euer (bald voodooverschickender) X_FISH

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