auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf LinkedIn teilen auf Pinterest teilen twittern
Werbehinweise
» Startseite » Blog » TelekomCloud mit Linux nutzen 

Blog

August 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Dezember 2016 Juli 2016 Februar 2016 Januar 2016 Oktober 2015 Juli 2015 Juni 2015 März 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 Juni 2014 April 2014 März 2014 Februar 2014 Januar 2014 Dezember 2013 November 2013 Oktober 2013 Mal wieder ein Umzug Battlefield 4: Open Beta – mit Fehlern Bilder von CF-Medium retten: TestDisk&PhotoRec Bilder von CF-Medium retten: Recuva TelekomCloud mit Linux nutzen Partition auf externer Festplatte für Windowsnutzung formatieren Fehlerhafte Links mit Xenu's Link Sleuth finden Battlefield 3 und 4: DirectX-Fehlermeldungen und was bei mir geholfen hat Die GSF 1200 fährt endlich wieder Opera Mail 1.0 Half-Life2 (Episode 1) – noch einmal August 2013 Juli 2013 März 2013 Februar 2013 Januar 2013 Dezember 2012 November 2012 Oktober 2012 September 2012 August 2012 Juli 2012 Juni 2012 Mai 2012 April 2012 März 2012 Februar 2012 Januar 2012 Dezember 2011 November 2011 Oktober 2011 September 2011 August 2011 Juli 2011 Juni 2011 Mai 2011 April 2011 März 2011 Februar 2011 Januar 2011 Dezember 2010 November 2010 Oktober 2010 September 2010 August 2010 Juli 2010 Juni 2010 Mai 2010 April 2010 März 2010 Februar 2010 Januar 2010 Dezember 2009 November 2009 Oktober 2009 September 2009 Januar 2009 Dezember 2008 November 2008 Oktober 2008 September 2008 Juni 2008 Mai 2008 April 2008 März 2008 Februar 2008 Januar 2008 Dezember 2007 November 2007 Oktober 2007 Mai 2007 Februar 2007 Januar 2007 September 2006 August 2006 Juni 2006 Mai 2006 April 2006 März 2006 Februar 2006 November 2005 Oktober 2005 September 2005 Juli 2005 Juni 2005 Mai 2005 Mai 2004 Oktober 2003 September 2003 Juli 2003 Juni 2002 Mai 2002 März 2002 Februar 2002 Januar 2002 November 2001 Oktober 2001 Juli 2001 Juni 2001 Mai 2001 März 2001 Februar 2001 Januar 2001
get Opera
get Mozilla Firefox
get Konqueror
get Mozilla Thunderbird
get Ubuntu Linux

Anzeige
ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider

05.

Oktober

2013

TelekomCloud mit Linux nutzen

Snowden. NSA. Cloudspeicher in den USA. Kombiniert man die drei Dinge zusammen, so hat man in den letzten Wochen beziehungsweise Monaten das ungute Gefühl bekommen, dass Daten »in der Cloud« regelmäßig durchforstet werden beziehungsweise auf außereuropäischen Servern nicht sonderlich gut geschützt sind.

Wie sehr auch die Datenspeicher in Deutschland beziehungsweise von deutschen Anbietern betroffen sind weiß wohl nur die NSA und der BND, aber inzwischen steigt sicherlich auch die Nachfrage an Angeboten innerhalb von Europa beziehungsweise innerhalb von Deutschland.

Die gute, alte Deutsche Telekom lockt gerade mit einem netten Angebot: 25 GB Speicherplatz in der TelekomCloud[1]. Kostenfrei!

Das Schöne daran: Es funktioniert nicht nur unter Windows und MacOS wie es auf der Seite nachzulesen ist, es funktioniert auch unter Linux. Möglich wird es, da es über ganz normales WebDAV[2] und https[3] eingebunden werden kann.

Die wohl eleganteste Lösung ist, das »Mediacenter« – so die Bezeichnung der Telekom für ihren Speicherplatz – direkt einzubinden. So lässt es sich wie ein Verzeichnis auf dem lokalen Rechner ansprechen, allerdings dauern Lade- und Speichervorgänge länger. Limitiert werden die Zugriffe in der Geschwindigkeit durch die Anbindung ans Internet.

Wie eine solche Lösung aussieht beziehungsweise eine Anleitung dazu ist im Hilfe-Bereich[4] der Telekom zu finden. Allerdings wird meiner Meinung nach auf ein paar Punkte zu wenig eingegangen, daher schreibe ich hier eine weitere Anleitung, welche auf den Informationen aus dem Hilfe-Bereich basiert. Kleine Anmerkung am Rande: Der Beitrag der Telekom basiert auf einigen anderen Beiträgen aus dem Internet. Leider ist eine dieser verlinkten Quellen bereits nicht mehr erreichbar, eine englischsprachige Anleitung[5] ist aktuell noch erreichbar.

Deeplink Benötigte Pakete installieren: davfs2

»WebDAV Linux File System« (davfs2) ist ein Dateisystemtreiber, welcher die Nutzung von WebDAV-Internet-Ressourcen als im lokalen Dateisystem gemounteter Speicherort ermöglicht. Damit dies funktioniert müssen zwei Pakete installiert werden. ca-certificates ist häufig bereits aufgrund anderer Abhängigkeiten installiert, daher muss meistens nur das Paket davfs2 installiert werden.

 sudo apt-get install ca-certificates davfs2 

Damit der normale Benutzer die benötigten Berechtigungen für den Zugriff beziehungsweise das Mounten hat, müssen diese gesetzt werden. Als Benutzernamen verwende ich bei der Anleitung den fiktiven namen foobar:

 sudo chmod u+s /usr/sbin/mount.davfs sudo usermod -a -G davfs2 foobar 

Die letzte der beiden Zeilen fügt den Benutzer foobar der Gruppe davfs2 hinzu. Wenn der Benutzer nicht in dieser Gruppe wäre, müsste man einen Umweg über einen Benutzer mit Root-Rechten machen oder die (nervige) Passwortabfrage jedes Mal über sich ergehen lassen.

Die soeben genannten Schritte werden auch im Wikieintrag zu WebDAV[6] im Ubuntu-Wiki beschrieben. Dort allerdings in Kombination mit dem »GMX Mediacenter«.

Deeplink Mountpoint erstellen und automatisches Einbinden einrichten

Wo man das WebDAV-Verzeichnis der TelekomCloud ins System einbindet bleibt einem frei überlassen. Es bietet sich jedoch an im eigenen Home-Verzeichnis einen Mountpoint mit dem Namen Mediencenter zu erstellen. Zunächst muss hierfür einfach ein Verzeichnis angelegt werden:

 mkdir ~/Mediencenter 

Anschließend soll die Datei /etc/fstab so bearbeitet werden, dass die Mountinformationen stets zur Verfügung stehen. Hierzu muss mit Rootrechten die Datei bearbeitet werden. Ich bevorzuge als Editor vim, jeder andere Editor ist natürlich auch geeignet.

 cd /etc/fstab sudo vim fstab 

Hinter den bereits schon vorhandenen Einträgen muss der folgende Block ans Ende der Datei eingefügt werden (foobar ist der Benutzername des lokalen Benutzers unter Linux).

 # T-Online Mediencenter https://webdav.mediencenter.t-online.de/ /home/foobar/Mediencenter davfs rw,noauto,user 0 0 

Natürlich müssen der Pfad zum Mountpoint und der Benutzername identisch mit den Gegebenheiten auf dem eigenen System übereinstimmen. Zumindest der Benutzername muss somit höchstwahrscheinlich angepasst werden.

Deeplink Die persönliche davfs2.conf konfigurieren

In der Datei /.davfs2/secrets werden die Zugangsdaten abelegt. Nur mit den richtigen Daten (Benutzername und Passwort) kann eine Verbindung hergestellt werden. Diese Datei ist zwar noch nicht vorhanden, kann aber einfach erstellt werden:

 mkdir ~/.davfs2 touch ~/.davfs2/secrets chmod 600 ~/.davfs2/secrets 

Die Rechte am Zugriff der Datei sollten eingeschränkt werden. Da es sich um Zugangsdaten handelt, welche nur vom aktuell angemeldeten Benutzer verwendet werden sollen, werden die Rechte auf 600 gesetzt.

Anschließend kann die Datei mit dem bevorzugten Texteditor geöffnet werden:

 vim ~/.davfs2/secrets 

In die Datei ~/.davfs2/secrets sind nun die benötigten Zugangsdaten einzutragen. Dies erfolgt gemäß dem Schema <Mountpunkt> <login> <passwort>, wobei die E-Mailadresse bei T-Online als Login dient.

 /home/foobar/Mediencenter barfoo@t-online.de password 

Damit der Zugriff und das Speichern problemlos funktionieren muss eine angepasste Version der Konfigurationsdatei davfs2.conf erstellt werden. Hierzu einfach die Vorlage kopieren und anschließend mit dem bevorzugten Editor öffnen:

 cp /etc/davfs2/davfs2.conf ~/.davfs2/ vim ~/.davfs2/davfs2.conf 

Die Datei hat zwar viele Zeilen, jedoch sind alle mit einem # auskommentiert. Daher genügt es den folgenden Block einzufügen:

 if_match_bug 1 use_locks 0 cache_size 1 # MiByte table_size 4096 delay_upload 1 gui_optimize 1 

Wichtig: Unter Ubuntu 10.04 (Lucid) wurden neue oder veränderte Dateien unter Umständen nicht auf dem Server gespeichert. Eine Erklärung ist im Bugreport #466960[7] zu finden. Daher ist der Eintrag if_match_bug 1 notwendig und muss – zumindest aus aktueller Sicht – in jedem Fall vorhanden sein.

Wenn der Block eingefügt wurde kann man mit dem Aufruf mount ~/Mediencenter direkt die Freigabe der TelekomCloud ohne (nervige) Eingabe der Zugangsdaten mounten.

Deeplink Belegung überprüfen

Aktuell stellt die Telekom ihren Speicherplatz bis zu 25 Gigabyte kostenfrei zur Verfügung. Unter Linux kann einfach mit dem Aufruf df -h an der Konsole überprüft werden wie viel Speicherplatz man bereits belegt beziehungsweise wie viel noch frei ist:

 foobar@turanga ~ $ df -h Dateisystem Größe Benutzt Verf. Verw% Eingehängt auf /dev/sda3 20G 13G 5,8G 69% / udev 3,9G 4,0K 3,9G 1% /dev tmpfs 1,6G 1,0M 1,6G 1% /run none 5,0M 0 5,0M 0% /run/lock none 3,9G 3,1M 3,9G 1% /run/shm /dev/sda1 59G 51G 7,9G 87% /media/sda1 /dev/sda6 39G 35G 1,8G 96% /home https://webdav.mediencenter.t-online.de/ 25G 4,0M 25G 1% /home/foobar/Mediencenter 

4 Megabyte von 25 Gigabyte sind aktuell belegt. Das liegt primär am langsamen Upstream meiner Internetverbindung. Ansonsten wären schon ein paar 100 Megabyte hochgeladen gewesen während ich diese Anleitung hier geschrieben habe.

Deeplink Kopieren von Dateien in die Cloud

Natürlich kann man Dateien einfach und bequem mit Nautilus oder einem anderen Dateimanager in das gemouontete WebDAV-Verzeichnis kopieren. Dies ist ja eigentlich auch der Sinn der Aktion gewesen. Allerdings muss man, wie bereits erwähnt, bei langsameren Internetanbindungen schon etwas Zeit mitbringen und auch mal den PC eine Nacht (oder mehrere Nächte) durchlaufen lassen.

Dialogfenster: Upload von Dateien in die TelekomCloud

Arbeitet man noch nebenbei oder schiebt per FTP Dateien ins Netz, wird es noch langsamer. Warum sich bei mir dann sogar noch Dateien anscheinend vermehrt haben und ich bereits 501 von 499 Dateien hochgeladen haben soll entzieht sich aber meiner Kenntnis.

Dialogfenster: Upload von Dateien in die TelekomCloud

Gegenüber anderen Anbietern wie beispielsweise Dropbox verhält sich der per WebDAV eingebundene Speicherplatz der TelekomCloud anders. Es gibt keinen Client, welcher lokal abgespeicherte Dateien nach und nach abgleicht und bei Bedarf auch Dateien aus dem Internet herunterläd. Es existiert nur der Speicherplatz auf dem Server der Telekom.

Wer eine lokale Kopie benötigt, muss sich diese selbst anlegen. Als Speicher- beziehungsweise Backup-Lösung eignet sich meiner Meinung nach die TelekomCloud also sehr gut. Allerdings fehlt der schnelle lokale Zugriff auf die Daten. Somit ist auch das Brennen von Dateien unter Linux mit der oben beschriebenen Anbindung leider nicht einfach möglich, denn sie müssten zuerst aus dem Internet heruntergeladen werden.

Wie sich der originale Client der Telekom unter Windows verhält muss ich erst noch testen. Zumindest kann man mit der oben beschriebenen Lösung auf die Dateien auch von Linux aus zugreifen, sie bearbeiten und abspeichern.

X_FISH



 
 
Das Generieren dieser Seite dauerte genau 0.04848 Sekunden.