auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf LinkedIn teilen auf Pinterest teilen twittern
Werbehinweise
» Startseite » Blog » Die Holzkiste: Nun sehr dunkel aber wieder nutzbar 

Blog

August 2017 April 2017 März 2017 Februar 2017 Dezember 2016 Juli 2016 Februar 2016 Januar 2016 Oktober 2015 MSVCP100.dll missing – Die Problemlösung für Battlefront und viele andere Spiele Eine große, alte, polnische Munitionskiste – nur »shabby«, gar nicht »chic« Die Holzkiste: Nun sehr dunkel aber wieder nutzbar Juli 2015 Juni 2015 März 2015 Januar 2015 Dezember 2014 November 2014 Oktober 2014 September 2014 Juni 2014 April 2014 März 2014 Februar 2014 Januar 2014 Dezember 2013 November 2013 Oktober 2013 August 2013 Juli 2013 März 2013 Februar 2013 Januar 2013 Dezember 2012 November 2012 Oktober 2012 September 2012 August 2012 Juli 2012 Juni 2012 Mai 2012 April 2012 März 2012 Februar 2012 Januar 2012 Dezember 2011 November 2011 Oktober 2011 September 2011 August 2011 Juli 2011 Juni 2011 Mai 2011 April 2011 März 2011 Februar 2011 Januar 2011 Dezember 2010 November 2010 Oktober 2010 September 2010 August 2010 Juli 2010 Juni 2010 Mai 2010 April 2010 März 2010 Februar 2010 Januar 2010 Dezember 2009 November 2009 Oktober 2009 September 2009 Januar 2009 Dezember 2008 November 2008 Oktober 2008 September 2008 Juni 2008 Mai 2008 April 2008 März 2008 Februar 2008 Januar 2008 Dezember 2007 November 2007 Oktober 2007 Mai 2007 Februar 2007 Januar 2007 September 2006 August 2006 Juni 2006 Mai 2006 April 2006 März 2006 Februar 2006 November 2005 Oktober 2005 September 2005 Juli 2005 Juni 2005 Mai 2005 Mai 2004 Oktober 2003 September 2003 Juli 2003 Juni 2002 Mai 2002 März 2002 Februar 2002 Januar 2002 November 2001 Oktober 2001 Juli 2001 Juni 2001 Mai 2001 März 2001 Februar 2001 Januar 2001
get Opera
get Mozilla Firefox
get Konqueror
get Mozilla Thunderbird
get Ubuntu Linux

Anzeige
ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider

18.

Oktober

2015

Die Holzkiste: Nun sehr dunkel aber wieder nutzbar

Vor sechs Tagen[1] habe ich vom Kauf der beiden polnischen Munitionskisten berichtet. Mutmaßlich stammen sie aus den 1950er Jahren und haben ihrem Einsatzzweck entsprechend sicherlich einiges erleben dürfen/müssen bevor sie nun auf meiner Werkbank gelandet sind.

Die erste der beiden Kisten ist in den vergangenen Tagen mit Schrauben, Leim und natürlich auch Lack bearbeitet worden. Das Resultat entspricht beinahe dem was ich erwartet habe – bis auf die Farbe. Die ist deutlich dunkler geworden als ich es angenommen habe. Der sehr, sehr dunkle Ton gefällt mir jedoch sogar noch besser. Bin also sehr zufrieden mit dem was ich erreicht habe.

Wie schon geschrieben sind die Kisten vermutlich über 60 Jahre alt und haben entsprechende Gebrauchsspuren. Diese wollte ich erhalten aber trotzdem Kisten haben, welche ich mir auch ins Wohnzimmer stellen kann. Ohne das man sich daran unfreiwillig den einen oder anderen Splitter einfangen kann.

Meine beiden alten polnischen Munitionskisten

Der Unterschied ist deutlich zu sehen und ich muss nicht darauf hinweisen welche der beiden Kisten ich bearbeitet habe, oder?

Das Holz ist nun deutlich dunkler geworden. Dies hatte ich so nicht beabsichtigt, aber mir gefällt es so eigentlich sogar mehr. Wichtig war mir, dass am Ende keine »neu wirkende Kiste« auf der Werkbank steht, sondern man das Alter und die Gebrauchsspuren durchaus sehen darf – und auch sehen soll.

Die erste Kiste: Neu verschraubt, gereinigt und lackiert

Daher sind auch die diversen Schrammen und teilweise ausgebrochenen Stellen nicht allzusehr verändert worden. Die mit der Stahlbürste bearbeitete Oberfläche ist nun durch den Boots- und Yachtlack[2] geschützt.

Was ich vielleicht doch anders hätte machen sollen: Ich habe einen glänzenden Lack gewählt. Seidenmatt wäre eventuell die bessere Wahl gewesen?

Die Gebrauchsspuren sind erhalten geblieben

Die Innenseite der Kiste ist auch mit mehreren Schichten Lack behandelt worden. Den breiten Spalt konnte ich leider nicht durch Zusammenziehen der Kiste schließen. Bei der zweiten Kiste sieht das deutlich besser aus, hier ist der Spalt nicht so groß.

Gegen den großen Spalt im Boden half leider nichts

Der Verschluss wurde von mir nicht gereinigt. Ich habe ihn lediglich abgewischt und anschließend mit dem gleichen Lack gestrichen. Im Gegensatz zum Holz hat er nur eine dünne Lackschicht erhalten, ansonsten hätte er sich verklebt und hätte seiner Funktion nicht mehr nachkommen können.

Der gut erhaltene Verschluss der Kiste

Vergleicht man die beiden Kisten kann man sehen, dass der Deckel leider auch etwas kürzer als die eigentliche Kiste ist. Beim Zusammenschieben der Nut-Feder-Verbindung der einzelnen Bretter um einen Deckel ohne Lücken zu erhalten hat es sich leider so ergeben.

Noch einmal die beiden Kisten nebeneinander

Bei der zweiten Kiste sieht es – zumindest jetzt noch – so aus, als ob sich im Laufe der Jahre das Holz nicht ganz so stark zusammengezogen hat. Damit wäre ich dann auch schon bei der Beschreibung vom Zustand der zweiten Kiste angekommen.

Die zweite Kiste – Bestandsaufnahme

Die Beschläge der zweiten Kiste haben die Jahre nicht ganz so unbeschadet überstanden. Deutlich angerostet und auch verbogen präsentiert sich der Schließmechanismus der Kiste.

Korrodiert und verbogen: Verschluss der zweiten Kiste

Da die Halterung der Verriegelung mit drei Schrauben im ersten Brett des Deckels befestigt ist, hat sich dieses Brett gelöst und es ist ein nicht zu übersehender Spalt im Deckel vorhanden.

Der Deckel mit großem Spalt zwischen den Brettern

Da die Kiste an der Front gegenüber der Seitenteile auch einen relativ großen Überstand hat, wird sich hoffentlich alles mit Schraubzwingen, Leim und Schrauben wieder zusammenfügen lassen. Insgesamt ist der Zustand der zweiten Kiste etwas besser, der Boden weist keinen großen Spalt auf, die Lücke entspricht in etwa dem, was auch beim Deckel zu sehen ist.

Bei der ersten Kiste ist der Deckel nun »zu kurz«

Beim Arbeiten an der ersten Kiste hatte ich zwar auch Bilder gemacht, leider waren diese jedoch aufgrund der mangelnden Beleuchtung in der Garage beziehungsweise an der Werkbank nicht wirklich gelungen. Ein zusätzlich aufgestellter Baustrahler hat nun für eine bessere Ausleuchtung und somit bessere Bilder sorgen können.

Interessant ist übrigens nicht nur der Zustand der Kiste, sondern das beim Zusammenbau auch einige Unterschiede festzustellen waren. Natürlich ist mir klar das die Kisten höchstwahrscheinlich nicht von einem Schreiner zusammengezimmert wurden. Sicherlich waren unterschiedliche Betriebe mit der Fertigung der Kisten beauftragt und haben dann auch entsprechend ihre Werkzeuge und Materialien verwendet.

Die einzelnen Schritte beim Zerlegen und Zusammenbau

Ein Unterschied zwischen beiden Kisten ist mir gleich beim Öffnen ins Auge gesprungen. Während die erste Kiste primär zusammengenagelt war, kamen bei der zweiten Kisten deutlich mehr Schrauben zum Einsatz – aber auch einige wenige Nietverbindungen sind vorhanden.

Befestigung vom Scharnier an der zweiten Kiste

Was ich zunächst nur für Nägel mit übergroßen Köpfen gehalten habe, sollte sich als Nietverbindung herausstellen. Diese Verbindungen bei den Beschlägen konnte ich natürlich nicht einfach lösen, daher habe ich sie so belassen wie sie die letzten rund 64 Jahre vorhanden waren.

Für mutmaßlich über 60 Jahre als Kiste sieht das unbehandelte Holz noch gut aus

Die 64 Jahre sind eine Vermutung meinerseits, da sich im Inneren ein Stempel mit der Zahl »51« befindet. Üblicherweise wird das Produktionsjahr bei militärischen Kisten und Wannen irgendwo vermerkt. Sollte jemand wissen das die »51« eine andere Bedeutung hat, darf mich natürlich gerne darüber aufklären.

Stempel »51« – mutmaßlich 1951 als Produktionsjahr?

Die Verbindung von vier Seiten der Kiste wurde mit sogenannten Schwalbenschwänzen realisiert. Im Laufe der Jahre hat sich diese Verbindung jedoch lösen können, da sich das Material zusammengezogen hat. Mit Leim und Schrauben lässt sich die Kiste jedoch wieder zusammenfügen, was bei der ersten Kiste ja sehr gut geklappt hat.

Die Seitenteile haben sich voneinander gelöst – trotz »Schwalbenschwanz«

Das Material und der Zustand der zweiten Kiste ist besser als bei der ersten Kiste, dafür ist die Innenseite deutlich vom Gebrauch gezeichnet. Undefinierbare Ablagerungen in einer Ecke, gepaart mit einer generell »dreckig wirkenden« Oberfläche. Hat auch seinen Charme, aber ein wenig Reinigung schadet sicherlich nicht.

Die Innenseite: Leider dreckiger als bei der ersten Kiste

Alles in allem bin ich mit dem Zustand der alten Kiste sehr zufrieden. Leider erhält man auch grün lackierte Kisten in einem sehr erbärmlichen Zustand. Vor dem Kauf daher die Rezensionen lesen was die letzten Käufer erhalten haben.

Die Händler verkaufen was sie vermutlich palettenweise günstig erworben haben – mit dem Vermerk »Symbolabbildung«. Da kann es dann schon vorkommen, dass man Kisten erhält, welche vom Zustand her maximal noch als Brennholz dienen könnten (aber nicht als solches wegen der Lackierung verwendet werden sollten).

Könnte ein Verwendungszweck sein: Aufbewahrung der Schlagbohrmaschine

Wie groß die Kiste ist (oder wozu man sie beispielsweise verwenden könnte) zeige ich noch anhand von einem Bild. Die Schlagbohrmaschine lag schon parat – und passt nahezu perfekt in die Kiste.

Wer keinen Werkzeugkoffer hat und sein Werkzeug in der Garage lagern will, ist vielleicht ja mit der Kiste auch schon gut bedient? Mein Ziel war jedoch ein wohnzimmertauglicher Zustand, daher geht es im nächsten Abschnitt mit dem Bearbeiten der Kiste weiter.

Zerlegen und »Zusammenschieben«

Mit dem Deckel habe ich begonnen. Der Spalt im Deckel sollte verschwinden. Das mittlere der drei Bretter konnte frei hin und her bewegt werden. Die beiden äußeren Bretter waren durch Nägel mit den Holzleisten verbunden. Diese Nägel konnte ich aufgrund des noch recht guten Zustands einfach mit einer Zange aus dem Holz lösen.

Zwei der aus der Kiste entfernten Nägel

Nach dem Entfernen der Nägel konnten die beiden Holzleisten frei verschoben werden. Mit einem Gummihammer habe ich die Leisten aus der Führung geklopft, den Deckel mit der Drahtbürste bearbeitet und anschließend alles wieder zusammengefügt.

Beim Lösen der Holzleisten des Deckels

Beim Zusammenfügen habe ich mit Leim nicht gespart und die drei Bretter an Nut und Feder entsprechend großzügig damit »versorgt«. Da sich der Leim nicht überlackieren lässt, musste nach dem Zusammendrücken beziehungsweise -ziehen der hervorgequllene Leim natürlich entfernt werden.

Leim, Gummihammer und Schraubzwingen: Der Deckel nimmt seine Form an

Damit wären wir dann vermutlich bei einem Punkt angekommen, bei dem viele heimische Werkstätten in den Garagen ans Limit kommen: Nicht jeder hat lange Schraubzwingen daheim. Mit etwa 10–15 Euro pro Zwinge ist man beim Kauf im Baumarkt dabei, man kann sie sich natürlich auch online bestellen. Mit einer Länge von 600 mm[3] sollte man für die meisten Gelegenheiten ausgestattet sein.

Ponal Express Holzleim bindet schnell ab, zügige Verarbeitung ist erforderlich

Die Unterseite der Kiste besteht ebenfalls aus drei einzelnen Brettern mit Nut-Feder-Verbindung. Auf dem Bild ist der Leim bereits eingebracht, daher kann man die Abstände sehr gut erkennen.

Am Rande angemerkt: Der Zustand der Kisten und die gewünschte Optik erlauben es, dass man nicht 100%ig exakt arbeiten muss. Daher muss man auch kein ausgebildeter Tischler sein. Daher habe ich auch nach der Devise gearbeitet »frisch ans Werk – ohne Rücksicht auf Verluste«.

Auch am Boden: Große Lücken zwischen den Brettern

Die Bretter am Boden waren mit langen Nägeln mit den Seitenteilen verbunden. Auch diese Nägel ließen sich relativ einfach entfernen, die Köpfe waren im Gegensatz zur ersten Kiste noch nicht alle weggerostet.

Bereits mit Leim aufgefüllte Lücken

Nach dem Entfernen der Nägel ließen sich die drei Bretter wieder zusammenschieben. Die beiden Leisten musste ich zuvor jedoch auch wieder mit dem Gummihammer dazu »überreden« das Verschieben der Bretter zu erlauben. Was über ein halbes Jahrhundert verbunden war, will sich scheinbar nicht einfach so trennen.

Zwei der langen Nägel aus dem Boden der Kiste

Die Leisten an der Unterseite der Kiste haben im Laufe der Jahre offensichtlich einiges erlebt und sind teilweise ausgebrochen. Zumindest jedoch hat das sehr trockene Holz zum Splittern geneigt.

Der Boden wird zusammengezogen und so verleimt

Die Behandlung mit Drahtbürste und Schmirgelleindwand hat zwar für Materialschwund gesorgt, die verbliebenen »Splitter« und losen Teile wurden mit Leim fixiert und sollten dank später dick aufgetragenen Lack vor weiteren Alterserscheinungen verschont bleiben.

Leider in keinem guten Zustand: Die Holzleisten am Boden

Die aus dem Boden entfernten Nägel habe ich nicht mehr verwendet und auch keine neuen Nägel in die alten Löcher getrieben. Mit Holzschrauben an allen vier Ecken ist der Boden nun mit den Seitenteilen verbunden, welche natürlich zuvor mit etwas Leim und Schraubzwingen in die richtige Position gebracht wurden.

Schrauben statt nageln!

Man muss – wie schon geschrieben – nicht sonderlich vorsichtig dabei vorgehen. Selbst das trockene Holz ist noch so elastisch das man es unter Spannung setzen kann. Auf dem folgenden Bild kann man auch noch gut erkennen das die Seitenteile am Boden von den Schraubzwingen in Position gehalten werden, die Oberseite jedoch weiterhin einige Millimeter absteht.

Wenn die Basis stimmt (also der Boden) kann die obere Seite anschließend auch in die richtige Position gezwungen werden.

Vier Ecken, vier Schrauben: Der Boden wird fixiert

Mit Ponal Express Holzleim[4] und den Schrauben an den richtigen Stellen geht die Arbeit schnell voran.

Natürlich passen die »modernen« Schrauben nicht ganz zum Alter und der Optik der Kiste, aber irgendwo muss man eben Kompromisse eingehen. Wer unbedingt will, kann natürlich auch wieder Nägel ins alte Holz schlagen anstatt Schrauben in vorgebohrte Löcher hineinzudrehen.

Die Schraube hält auch die Seitenteile in Position

Nachdem der Boden nun wieder schön zusammengefügt ist, kann mit der anderen Seite der Kiste gleich verfahren werden.

Die Seitenteile sind in sich verzogen und stehen natürlich auch unter Spannung wenn man sie mit den Schraubzwingen in die richtige Position zwingt.

Wie schon beim Boden wird auch die obere Seite der Kiste mit vier Schrauben fixiert

Während man die Schrauben auf der Unterseite bei der normalen Nutzung nicht sehen kann, sieht man natürlich die Schrauben in den Ecken unter dem Deckel spätestens dann, wenn man den Deckel öffnet. Im Falle der ersten Kiste sieht man sie auch beim geschlossenen Deckel – weil der Deckel kürzer ist.

Da die Schrauben sicherlich nicht mehr gelöst werden, kann man auch ein wenig Kosmetik anwenden. Einfach den Schraubenkopf ein wenig anschleifen und mit Salzwasser behandeln. Wer sich ein paar Tage Zeit lässt, kann so eine »schöne Rostoptik« erzielen, welche dann wieder zum Alter der Kiste passt und den Schraubenkopf ein wenig kaschiert.

Beim »Schwalbenschwanz« wurde nur wenig Leim eingebracht

Nachdem die Kiste in Form gebracht ist, sollte die Innenseite ansehnlicher werden. Mit der Drahtbürste habe ich zunächst grobe Verunreinigungen entfernt. Dabei immer mit der Maserung und ohne starken Druck arbeiten, ansonsten reißt man die Oberfläche auf anstatt sie nur von Schmutz zu reinigen.

Trotzdem blieben noch starke Gebrauchsspuren übrig, beispielsweise auch bei den beiden Nägeln, welche ich ich nicht entfernt hatte (Verbindung Bodenbrett mit den Leisten an der Unterseite).

Detailaufnahme der verunreinigten Innenseite der Kiste

Mit grober Schmirgelleinwand wollte ich hier nicht weiter arbeiten. Daher habe ich gleich zu einem etwas feineren Schleifpapier gegriffen. Nur um die punktuell hochstehenden Verunreinigungen sowie den Rost von den Nägelköpfen abzuschleifen.

Beim Reinigen der Innenseite (bereits mit Schmirgelpapier, zuvor mit der Drahtbürste)

Das Resultat kann sich meiner Meinung nach sehen lassen. Die Kiste ist auch jetzt noch innen »alt«, dafür wird die Oberfläche vom Holz nach mehreren Schichten des Lacks sicherlich schön glatt aussehen und robust sein (und bleiben).

Detailaufnahme: Angeschlifferner Kopf eines Nagels

Eigentlich ist nach all den Arbeiten nun alles bereit für die erste Lackschicht? Fast. Denn so ganz zufrieden war ich doch noch nicht mit den beiden Holzleisten auf der Unterseite. Schließlich soll die Kiste sich nicht mit dem Teppich verhaken falls sie mal auf einem Teppich abgestellt werden sollte.

Abschließende Bearbeitung der Holzleisten auf der Unterseite

Während den Arbeiten an der Innenseite hatte ich die Holzkiste auf einer alten Zeitung abgestellt. Die Holzleisten am Boden der Kiste hatten diese dann jedoch ziemlich schnell zerfetzt. Die verleimten Holzteile waren dabei jedoch nicht das Problem, die Leisten waren schlicht zu rauh und wirkten wie Haken. Was passieren würde wenn man die Kiste so auf einen Teppich stellen würde kann sich jeder ausmalen.

Die Holzleisten waren noch zu rauh: Noch mal mit der Feile drüber

Daher habe ich mich mit einer großen Flachfeile noch einmal der beiden Leisten angenommen. An den Kanten und Seiten habe ich noch etwas vom Material abgenommen, die offensichtlich doch zu sehr verwitterten Flanken mussten sich von der Feile einiges gefallen lassen.

Leider ging dabei einiges an Material verloren

Etliche Minuten später waren die Leisten dann in einem Zustand, welcher das Lackieren wirklich erlauben sollte.

Der Zustand vor dem Lackieren

Die Holzarbeiten an der Kiste sind somit abgeschlossen. Was nun noch fehlt ist die Behandlung mit dem Staubsauger und anschließend mit Lack und Pinsel.

Ich hatte es oben nicht erwähnt, aber natürlich sollte auch die störungsfreie Funktion des Schließmechanismus wieder gegeben sein. Im Falle der zweiten Kiste war dies nicht ganz so einfach durch die Beschädigung, welche bereits beim Eintreffen der Kiste bei mir vorhanden war.

Nun kann sie lackiert werden: Die zweite Kiste ist soweit fertig

Mit Hammer und ein wenig Geduld ließ sich die verbogene Schließe dann doch wieder ein wenig in die richtige Richtung biegen, nun kann ich die Kiste auch wieder fest verschließen wenn ich es denn will. Der geplante Einsatzzweck im Wohnzimmer (als Ablagemöglichkeit für Ladegeräte in Steckdosennähe) wird mich jedoch vermutlich dazu verleiten, dass ich die Kiste nicht mehr verschließen werde.

Auch der Verschluss funktioniert nun wieder

Die Innenseite der Kiste sieht noch immer alt und gebraucht aus, ist aber von den undefinierbaren Ablagerungen und dem groben Schmutz befreit worden. Die beiden Nägel mit den großen Köpfen glänzen im Blitzlicht der Kamera und bleiben dank der demnächst vorhandenen Lackschichten in diesem Zustand konserviert.

Auch innen wieder akzeptabel: »Alt aber nicht mehr verdreckt«

Ob sich der ganze Aufwand lohnt? Das kommt darauf an ob man eine wirklich alte Kiste haben möchte, welche auch »erzählen kann« was ihr so passiert ist. Oder ob man sich so ein nachgemachtes »Shabby-Chic«-Teil vom Möbeldiscounter holt, welche es vermutlich hunderte wenn nicht sogar tausende Male gibt.

Ich bevorzuge jedenfalls die Variante »echt alt« und nicht »auf alt gemacht«, insbesondere weil man dann nicht genau das gleiche »alte« Stück im Haushalt stehen hat, was sich auch bei vielen anderen finden lässt. Preislich liegen beide Varianten vermutlich gar nicht so weit auseinander.

X_FISH



 
 
Das Generieren dieser Seite dauerte genau 0.05724 Sekunden.