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Windows 2000

W2K Servicepack auf Installations-CD integrieren

Für Windows 2000 sind inzwischen zwei Servicepacks und ein Security-Update von Mircosoft veröffentlicht worden (Stand: Februar 2002). Wenn man ein Windows2000 neu installiert ist es ziemlich ärgerlich, anschließend erst noch den SP2 und das Security-Update installieren zu müssen. Den SP1 braucht man nicht zu installieren, die Änderungen/Updates des SP1 sind auch im SP2 enthalten.

Um das »manuelle« installieren des Security-Updates kommt man (leider) nicht herum. Dieses Update kann mit der folgenden Anleitung nicht eingebunden werden. Es liegt aber nicht an diese Anleitung, denn as wurde von Microsoft nicht vorgesehen, dass man das Security-Update auf diese (im Folgenden beschriebene) Art einbinden kann.

Voraussetzungen

Benötigt werden natürlich eine Windows2000-Installations-CD, das Servicepack 2 und entsprechender freier Plattenspeicher.

Als Brennprogramm wird in den meisten bereits vorhandenen Anleitungen mit CDRWIN gearbeitet, ich brenne aber lieber mit meinem Nero. Daher richte ich meine Anleitung auch auf Nero aus.

Zum Extrahieren des Bootsektors der Windows2000-CD wird allerdings CDRWIN benötigt, dieses kann man als kostenlose Testversion bei www.goldenhawk.com herunterladen. Die Testversion hat als einzige Einschränkung die Brenngeschwindigkeit: Es kann nur mit Singlespeed gebrannt werden.

Anmerkung: Screenshots von Menüs bzw. Fenstern von CDRWIN habe ich meistens verkleinert dargestellt. Die Bilder bekommt man Originalgröße angezeigt, wenn man sie mit einem Klick auf die verkleinerten Bilder aufruft.

Installationsdateien mit SP2 kombinieren

Eigentlich ist das erstellen einer CD mit integriertem Servicepack gar kein Problem. Der Aufwand ist relativ gering und es ist auch ziemlich einfach. Soll die CD auch noch bootfähig sein wird es etwas komplizierter – aber dazu komme ich erst später.

Der erste Schritt für das Integrieren des Servicepacks ist es, den Inhalt der bisherigen Installations-CD auf die Festplatte zu kopieren.

Dazu legt man sich auf einem Laufwerk einfach ein Unterverzeichnis an (z.B. D:\w2kcd). In dieses Verzeichnis kopiert man alle Verzeichnisse und Dateien der Installations-CD.

Die Dateien belegen auf der Festplatte anschließend rund 361 MB. Nun »entpackt« man den Servicepack ohne ihn zu installieren. Hierzu muß man den folgenden Befehl verwenden:

 W2KSP2.EXE -X 

Der Servicepack wird unbedingt in ein extra Verzeichnis entpackt werden. Nicht in das bestehende Verzeichnis mit den kopierten Dateien der Installations-CD. daher sollte man für die Dateien des Servicepack ein extra Verzeichnis anlegen, z.B. D:\sp2.

Der entpackte Servicepack 2 benötigt knapp 120 MB an Festplattenspeicher.

Jetzt werden die relevanten Dateien aus dem Verzeichnis des Servicepacks in das Verzeichnis mit den kopierten Dateien der Installations-CD übertragen. Das macht man nicht »mit der Hand« sondern überläßt dies einer Routine:

 D:\sp2\i386\update\update.exe /S:\w2kcd 

Natürlich werden für D:\sp2 und d:\w2kcd die von Ihnen angelegten Verzeichnisse eingesetzt. Der Kopiervorgang wird wie auf folgendem Screenshot aussehen:

Nach dem erfolgreichen Übertragen der Dateien befinden sich im CD-Verzeichnis jetzt 368 MB, also 7 MB mehr als zuvor.

Wie man weiß ob das Übertragen erfolgreich war? Windows sagt es einem ganz sachlich:

Diese Anleitung bezieht sich auf den Servicepack 2. Da die Vorgangsweise mit dem integrieren des Servicepacks 1 identisch ist, wird vermutlich auch bei zukünftigen Servicepacks der Ablauf nicht anders sein.

Jetzt könnte man die veränderten Dateien auf eine CD brennen und hätte für den Fall der Fälle eine Windows2000 CD mit integriertem Servicepack. Leider ist die CD nicht bootfähig und somit kann man nicht einfach von ihr Booten und bequem Windows inklusive dem Servicepack installieren. Möglichkeit Nummer Eins: Einfach Bootdisketten erstellen und mit diesen Booten (etwas umständlich). Möglichkeit Nummer Zwei: Weiterlesen und eine bootfähige Windows2000-Installations-CD erstellen (auch nicht ganz einfach, aber nicht so umständlich wie das Hantieren mit Installationsdisketten... *g*

Kurze Erklärung über den Bootsektor der CD

Die Windows2000-Installations-CD ist bootfähig. Auf ihr befindet sich also ein Bootsektor und von diesem startet das »Betriebssystem« auf der CD.

Vielleicht hat der eine oder andere schonmal eine bootfähige CD erstellt. Meistens wird dafür eine Floppy-Emulation verwendet, die eingelegte CD startet also als »Diskette«. Es wird ein Laufwerk A:\ erzeugt, dies ist dann identisch mit der Diskette bzw. dem Bootimage einer Diskette, mit welcher die CD erzeugt worden ist.

Bei der Installations-CD sieht es etwas anders aus. Dort wird kein Floppylaufwerk emuliert, es ist also ein »echter« Bootsektor wie beispielsweise auf einer Festplatte. Dies stellt ein kleines Problem dar, daher wird es etwas kniffelig.

Den Bootsektor auf der CD extrahieren

Wie bereits erwähnt befinden sich im Web schon einige Anleitungen zu diesem Thema. Bei den deutschsprachigen Pages (welche ich gefunden habe) wurde immer der Bootsektor einer Windows2000-CD zum Download »angeboten«. Das werde ich hier nicht machen. Ich liefere vielmehr die Anleitung, wie man den Bootsektor von der vorliegenden Windows2000-CD extrahieren kann.

Jetzt ist es Zeit für CDRWIN. Ich verwende die Version 3.8E mit deutscher Sprache. Sie war auf einer Heft-CD der Zeitschrift »PC-Magazin«. Da viele Optionen/Angaben aber sowieso auf Englisch angegeben sind ist es beinahe egal ob man nun eine englisch- oder deutschsprachige Version von CDRWIN verwendet.

Das gewünschte Menü zum Extrahieren von Sektoren verbirgt sich hinter folgender Schaltfläche:

Bei mir wird »Disc/Tracks/Sektoren extrahieren« angezeigt. Da wir auf dem Weg sind, einen Bootsektor zu extrahieren, sind wir hier also vollkommen richtig.

Um den Bootsektor zu »erwischen« müssen folgende Einstellungen gemacht werden:

  • Zunächst das CD-ROM mit der Installations-CD auswählen.
  • »Sektoren kopieren« auswählen
  • Den Namen und den Ort für die .bin-Datei angeben (der Bootsektor wird als .bin-Datei abgelegt)
  • Bei »Sektoren auswählen« die Werte »von« und »bis« auf »20« setzen.
  • Den »Datentyp« auf »Data Mode 1 (204« einstellen

Alle anderen Werte sind standardmäßig richtig eingestellt, es müssen keine Veränderungen daran vorgenommen werden. Das Fenster sollte am Ende also wie auf dem nächsten Screenshot aussehen.



Abbildung:

CD/Tracks/Sektoren in Image-Datei extrahieren


Bitte auf das Bild klicken, um den Screenshot in Originalgröße zu erhalten.

Nach einem Klick auf »Start« extrahiert CDRWIN den Bootsektor und speichert ihn in der von Ihnen angegebenen Datei. Man kann natürlich auch einen Bootsektor aus dem Internet herunterladen und diesen verwenden – mit der beschriebenen Methode kann man sich allerdings sicher sein, das der Bootsektor funktionsfähig ist – und vorallem, dass er von der richtigen CD stammt.

CD brennen bzw. Image anlegen

Es gibt nun zwei Möglichkeiten wie man weitermacht: Entweder alles jetzt mit CDRWIN brennen oder aber ein Image anlegen und dies mit Nero brennen. Meine Versuche, den mit CDRWIN extrahierten Bootsektor mit Nero zu brennen haben fehlgeschlagen, nach drei versauten Rohlingen hatte ich irgendwie keine Motivation für weitere Tests mehr (und auch keine Rohlinge... *g*).

Da das Anlegen eines Imagefiles mit dem direkten Brennen der Daten fast identisch ist erkläre ich beides auf einmal.

Bei CDRWIN muß nun über die links angezeigte Schaltfläche das Menü »Extras« aufgerufen werden..

Nach einen Klick öffnet sich ein neues Fenster – »Extras« eben. Dort wählt man bei Funktion einen der folgenden beiden Menüpunkte aus:

Wenn man ein Image anlegen will, welches beispielsweise später mit Nero gebrannt werden soll »Eine ISO9660 Image Datei erstellen«.

Oder wenn die Daten gleich mit CDRWIN gebrannt werden sollen »Verzeichnisse/Dateien direkt im ISO9660 Format schreiben«.

Der erste Fall bietet sich an, wenn man von CDRWIN nur die Trial installiert haben sollte. Man kann zwar nur im Singlespeed brennen, ein Image kann man aber mit der vollen Geschwindigkeit anlegen.

Natürlich muß man noch das Ziel und den Namen der Image-Datei angeben bzw. den richtigen Brenner auswählen (wenn mehrere Brenner installiert sein sollten).



Abbildung:

Extras


Bitte auf das Bild klicken, um den Screenshot in Originalgröße zu erhalten.

Wie auf dem Screenshot zu sehen ist, müssen folgende Einstellungen gemacht werden:

  • Verzeichnis/Pfad der sich auf der Festplatte befindenden Dateien der Installations-CD angeben
  • »Pfadnamen beibehalten« deaktivieren!
  • »Versteckte Dateien«, »Joilet-Dateisystem«, »Systemdatei« und »Unterverzeichnisse« aktivieren!
  • »Versionsnummer deaktivieren« anklicken

Anschließend geht es weiter mit einen Klick auf »Erweiterte Optionen«.



Abbildung:

Erweiterte Optionen: Beschreibung


Bitte auf das Bild klicken, um den Screenshot in Originalgröße zu erhalten.

Beim der »Beschreibung« wird als Datenträgerbezeichnung der Name der originalen Installations-CD eingetragen. Bei mir lautete dieser »W2POEMC_DE«. Nach einem Klick auf den entsprechenden »Reiter« gelangt man zu den Parametern für eine »Startbare CD«:



Abbildung:

Erweiterte Optionen: Startbare CD


Bitte auf das Bild klicken, um den Screenshot in Originalgröße zu erhalten.

Die Änderungen der Optionen muß folgendermaßen aussehen:

  • Medientyp: Custom
  • Datei für Start-Image: Die Datei mit dem extrahierten Bootsektor der CD angeben
  • Lade Sektoranzahl: Auf »4« abändern. Standard ist »1«, dies ist falsch

Der Wert für »Lade Segment« ist mit »07C0« bereits standardmäßig korrekt. Je nachdem ob man eine Image-Datei als Ziel oder das direkte Brennen der Daten ausgewählt hat wird mit einem Klick auf »Start« der Brenn- bzw. Kopiervorgang gestartet. Zunächst erscheint folgende Meldung:

Hier könnte man nochmals abbrechen, beispielsweise wenn man das falsche Verzeichnis ausgewählt hatte. Ansonsten startet man den Brennvorgang bzw. das Anlegen eines ISO-Images. Letzteres habe ich gemacht, schließlich wollte ich ja mit Nero meine neue W2K-Installations-CD mit integriertem Servicepack 2 brennen.

CDRWIN ISO-Image mit Nero brennen

Ein ISO-Image mit Nero auf eine CD zu brennen ist eigentlich ein Kinderspiel und bedarf fast keiner Erklärung. Der Vollständigkeit halber liefere ich aber doch noch eine als Abschluß dieser Anleitung.

Nach dem Ausführen der vorangegangenen Schritte befindet sich nun also eine ISO9660-Imagedatei auf der Festplatte. Diese soll nun mit Nero auf eine CD gebrannt werden.

Zunächst wird Nero gestartet und der – soweit überhaupt aktivierte – Wizard erstmal geschlossen. Über das Menü »Datei« von Nero gelangt man zu dem Punkt »CD-Image brennen«.

Nero ist ein bishen eigensinnig und glaubt, dass alle ISO-Images immer die Dateiendung ».nrg« haben. Da das CDRWIN-Image mit der Endung ».iso« abgespeichert worden ist, wird in der Zeile einfach »*.iso« eingetragen – oder man schaltet auf »Alle Dateien anzeigen«.

Ersteres hätte den Vorteil, dass wirklich nur noch alle ».iso« Dateien im ausgewählten Verzeichnis angezeigt werden. Wie man es auch immer anstellt, am Ende soll die richtige Datei ausgewählt und bestätigt sein.

Was nun folgt sollte eigentlich bekannt sein: Das übliche und allseits bekannte Nero-Brennoptionen-Fenster:

Ich habe einfach mal nur den relevanten Teil »herausgeschnitten«. Nach einem Klick auf »Brennen« ist man von einer bootfähigen Windows2000-Installations-CD mit integriertem Servicepack nur noch die von der Geschwindigkeit des Brenners abhängigen Zeit entfernt.


 
 
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