auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf LinkedIn teilen auf Pinterest teilen twittern
Werbehinweise
» Startseite » Software » Linux » Debian GNU/Linux:
nVidia Treiber für Debian GNU/Linux 

Debian GNU/Linux

nVidia Treiber für Debian GNU/Linux

Wenn man unter Linux ein Spiel spielen will, welches auf die Hardwarebeschleunigung (beispielsweise mittels OpenGL) der Grafikkarte zugreifen will, müssen erstmal die entsprechenden Treiber installiert werden. Da ich selbst eine GeForce 2 in meinem Rechner stecken habe, habe ich für andere User eine deutsch Kurzanleitung verfasst, welche die Installation der Treiber für Grafikkarten mit nVidia-Chip erklärt.

Kernelsourcen

Zunächst müssen die Kernelsourcen heruntergeladen werden. Da ich die aktuellen Pakete per FTP holen kann (per apt-get) hat sich das bei mir einfach gestaltet.

Ich habe per apt-get die folgenden Pakete heruntergeladen:

 nvidia-glx-src - NVIDIA binary XFree86 4.x driver nvidia-kernel-src - NVIDIA binary kernel module 

nvidia-kernel-src

Mit den Paketen kommt auch eine englischsprachige Dokumentation wie die Treiber eingebunden werden.

Zunächst widmen wir uns dem nvidia-kernel-src-Paket. Es wird davon ausgegangen, dass der Tarball bereits heruntergeladen ist und sich in /usr/src befindet. Anschließend führt man hintereinander folgende Befehle aus:

 cd /usr/src tar -zxf nvidia-kernel-src.tar.gz cd linux (or your kernel source directory) make-kpkg modules_image cd /usr/src dpkg -i nvidia-kernel-KVER*.deb 

KVER steht selbstverständlich für die Kernelversion, beispielsweise »2.2.20« oder »2.4.17«.

Sollte man den Tarball noch nicht heruntergeladen haben, kann man sich die Datei auch direkt im Web herunterladen. Beispielsweise

 http://205.158.109.140/XFree86_40/1.0-2313/NVIDIA_kernel-1.0-2314.tar.gz 

und den Tarball dann in /usr/src/ speichern bevor man den »make-kpkg«-Schritt ausführt.

nvidia-glx-src

Wenn die Installation von nvidia-kernel-src abgeschlossen ist, folgt die Installation des nvidia-glx-src-Paketes.

Auch dieser Tarball muß bereits heruntergeladen sein und sich in /usr/src befinden.

Damit alle Abhängigkeiten erfüllt sind müssen auch dpkg-dev und debhelper installiert sein. Ist dies der Fall ist folgendes zu machen:

 cd /usr/src/ tar -zxf nvidia-glx-1.0.2313 cd nvidia-glx-1.0.2313 dpkg-buildpackage -us -uc cd /usr/src dpkg -i nvidia-glx*.deb 

Die »1.0.2313« war beim Verfassen dieses HowTos aktuell. Bei aktuelleren Paketen ist natürlich auch die aktuelle Versionsnummer einzusetzen, sonst wird keine Datei gefunden.

Jetzt sind die Module vorhanden und es muß lediglich noch dem X mitgeteilt werden, dass er sie auch verwenden soll. Daher muß man jetzt noch die /etc/X11/XF86Config-4 modifizieren.

Sollte man sich die Datei nicht per apt-get holen können, so kann sie unter

 http://205.158.109.140/XFree86_40/1.0-2313/NVIDIA_GLX-1.0-2313.tar.gz 

heruntergeladen werden.

XF86Config-4 Anpassen

Die Anpassung der /etc/X11/XF86Config-4 geht schneller von der Hand als manche glauben werden. Die Datei ist mit einem Editor zu öffnen. Anschließend muß man in der Sektion modules folgende Zeile einfügen, bzw. auskommentieren:

 Load "glx" 

Solle keine Zeile zum Auskommentieren parat stehen, einfach unterhalb von Load "dbe" die Zeile Load "glx" einfügen. Sofern vorhanden, sollten die Zeilen

 Load "dri" Load "GLcore" 

auskommentiert oder gleich ganz gelöscht werden.

Die Zeile Load "glx" »sagt« dem X, es habe jetzt die nVidia OpenGL Libraries beim Starten zu verwenden.

Jetzt noch ein bischen weiter nach unten scrollen und dann bei Display das neue Treibermodul auswählen. Hierzu die Zeile von "nv" auf "nvidia" abändern. Es sollte also nach der Änderung so aussehen:

 Driver "nvidia" 

Wird jetzt per startx das X neu gestartet sollte ein nVidia-Startschirm kurz erscheinen und die Hardwarebeschleunigung bereitstehen. Einfach Quake 3 Arena oder ein anderes Spiel starten und testen.


 
 
Das Generieren dieser Seite dauerte genau 0.07104 Sekunden.