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Mailboxmod

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Mailboxmod

Oder: »Wie aus einem Briefkasten ein PC wurde.«

Die Inspiration

Mitte Juni 2002 bin ich ein bischen herumgesurft und habe aus Spaß mal wieder nach interessanten (aber auch nach völlig bescheuerten) Casemods gesucht. Eigentlich wollte ich ein paar positive und ein paar negative Beispiele per E-Mail an einen Bekannten schicken, welcher sich das Ausmaß des Case-Modding-Wahns mit Neonröhren, Windowkits und Lüfterlegionen nicht wirklich vorstellen konnte. Dabei bin ich dann über eine Seite gestolpert, welche mehr als nur irgendwelche Bilder von mehr oder weniger ansprechend gestalteten PC-Umbauten im Angebot hatte: www.7volts.com.

Von dieser Seite aus bin ich auf eine ausführliche Beschreibung eines Umbaus einer der bekannten US-Mailboxen gestoßen: www.neima.com (deepgelinkt). Mich hat die Idee begeistert und da gerade alle meine Rechner soweit einsatzfähig waren, wäre es doch mal wieder spaßig, etwas herumzubasteln.

Zeitgleich hatte ich kleinere Probleme mit meinem FLI4L-Router. Ehrlich gesagt eigentlich keine Probleme mit dem FLI4L ansich, nur hatte ich mehr vor, als mir FLI4L bieten konnte. Zwar hatte ich meinen FLI4L-Router bereits eifrig erweitert gehabt (siehe »X_FISH und FLI4L«), doch mir schwebte eine »Surf-Station« mit Routerfunktion vor. Die Kiste sollte einfach laufen, wenig Strom verbrauchen und mir rund um die Uhr als Rechner zum Browsen zur Verfügung stehen. Damit ich nicht immer eine Kiste an und wieder ausschalten – oder durchlaufen – muß.

So habe ich dann den Entschluß gefasst mir (mal wieder) einen neuen Router zu bauen. Zunächst mal für FLI4L, später sollte aber dann Debian GNU/Linux oder eines der verbreiteten BSDs auf die Festplatte des Routers kommen.

Ein kleiner Hinweis zu diesem »Bericht«: Ich habe ihn sozusagen »in Echtzeit« verfasst. Wenn ich also etwas an der Box weitergearbeitet hatte, wurde es sofort notiert. Ich hoffe, auf diese Art und Weise eine sehr ausführliche und interessante Beschreibung verfasst zu haben. Viel Spaß beim Lesen.

Das Beschaffen

Erstmal war das Problem, wo ich günstig so eine US-Mailbox herbekomme. Im Internet hatte ich dann wenige Minuten damit verbracht, die »richtigen« Preise in Versandshops in Deutschland ausfindig zu machen, um dann bei eBay nach einer dieser Boxen zu schauen.

Nach kurzer Suche wurde ich dann auch bei eBay fündig und habe mir eine Mailbox ersteigert. Nein, nicht in den USA sondern von einem Anbieter aus Deutschland. Im Versand hätte so eine Box 20 Euro zuzüglich Porto gekostet, ich habe sie für knapp 13 Euro inkl. Porto bekommen, da die Box alleine für 8 Euro per Sofortkauf-Option zum Kauf angeboten worden ist.

Für ein Motherboard hatte ich mich noch nicht entschieden, allerdings habe ich mit einem dieser ITX-Motherboards geliebäugelt. Zunächst wollte ich aber die Größenverhältnisse meiner Mailbox abwarten und dann weiter planen.

Das es am Ende ein µATX-Board werden würde hatte ich damals noch gar nicht für möglich gehalten. Erst recht nicht, als ich die enge Mailbox dann in den Händen halten konnte.

Zerlegen der Mailbox

Detailaufnahmen der Mailbox im Originalzustand habe ich keine gemacht. Wozu auch? Schließlich sieht man beim Umbau genug Details der Box.

Ich hatte das Pech, ein sehr solide verarbeitetes Exemplar zu bekommen. Auf beiden Seiten wurde die Grundplatte mit dem strukturierten und gebogenen Blech mit je fünf großzügig dimensionierten Nieten an den Seiten verbunden. Dazu kamen dann auch noch zweimal je vier gestanzte Löcher, bei denen die Blechkanten zusätzlich zur Befestigung umgeknickt und angepresst worden waren.

Die Nieten stellten kein großartiges Problem dar. Einfach die Mailbox auf eine weiche Unterlage (damit nicht das Alu zerkratzt wird) unter die Standbohrmaschine gelegt und dann eine Niete nach der anderen herausgebohrt. Mehr Probleme hatten mir die acht gestanzten Löcher bereitet. Letztenendes haben sich aber auch diese mehr oder weniger sauber zurückbiegen lassen und ich konnte den Boden von dem geriffelten Blech lösen.


Ausgepackt

Von den Nieten befreit

Die großen Löcher

Im Gegensatz zum Vorgehen auf der oben verlinkten Seite hatte ich beschlossen, den Deckel an der Stirnseite mit seinen zwei Nieten nicht zu entfernen, da ich kein passendes Werkzeug zum Erneuern der Nieten in dieser Art zur Hand hatte. Daher wurde zunächst die Rückseite der Box entfernt, um später das Netzteil bequem montieren zu können. Bei der Demontage hatte ich zwar noch keine Vorstellung, wie das Motherboard später montiert sein wid – schließlich hatte ich mich noch immer nicht auf ein bestimmtes Motherboard festgelegt gehabt.

Die Rückwand abzulösen hat sich dann schwieriger gestaltet, als ursprünglich angenommen. Sie war »lediglich« gefalzt und angepresst worden – und wollte sich partout nicht ablösen lassen. Nachdem ich den Boden vom gebogenen Blech getrennt hatte, konnte ich vorsichtig die Rückseite dadurch ablösen, indem sich das »gerillte« Blech aus dem umgebogenen Falz herausdrücken ließ. Anschließend habe ich den Falz der Rückseite etwas aufgebogen, damit ich das gebogene Blech später leichter wieder reinschieben konnte.

Wer das Gleiche vorhaben sollte: Passt auf die Kanten des gestanzten Alus auf. Ich habe mir natürlich gleich mal die Kuppe meines rechten Zeigefingers zerschnitten – das schmerzt jetzt gerade beim Schreiben dieser Zeilen...

 

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